Fraser Island oder die größte Sandinsel der Welt

Fraser Island liegt vor der Ostküste Australiens ca. 190km nördlich von Brisbane. Sie gilt als die größte Sandinsel der Welt und soll mit ihren fast 200 Süßwasserseen und  dem Regenwald ein traumhaftes Ausflugsziel sein. Fraser Island liegt im Great Sandy Nationalpark und beheimatet neben 350 verschiedenen Vogelarten auch circa 200 Australische Dingos.

Wie kommst du nach Fraser Island?

Am Besten eignet sich ein Tagesausflug nach Fraser Island von Rainbow Beach (Inskip Point) oder Hervey Bay (River Heads). Von da legen die Fähren direkt ab, in Richtung Fraser Island.

Wir haben uns entschieden von Hervey Bay einen Tagestrip zu machen. Es gibt unzählige Anbieter für Tagestouren, aber man kann auch auf eigene Faust nach Fraser Island. Dazu ist ein 4×4 Fahrzeug PFLICHT und aus unserer Sicht auch einige Fahrerfahrung im Tiefsand notwendig. Diese Variante ist sicherlich die aufregendste, aber leider auch die Teuerste und somit entscheiden wir uns für eine Tagestour.

Wir haben uns für die klassische Tagestour mit dem 4×4 Bus entschieden

Für Tagestouren gibt es nach unseren Recherchen genau zwei Möglichkeiten:

Mit einem riesigen 4×4 Bus in dem ca. 40 Personen Platz finden oder mit einem kleinen 6 Personen Jeep. Normalerweise bevorzugen wir kleine Touren, da dies aber nochmal 30€ pro Person teurer sein sollte und die Fraser Island Tour mit 185$ (120€ pro Person) aus unserer Sicht eh schon teuer genug, entscheiden wir uns für die klassische Tour. Tourenanbieter haben wir für dich am Ende des Artikels aufgelistet 😉

Unsere Fraser Island Tour geht los

Los geht’s morgens  am 20. Januar um 6.15 Uhr. Direkt vor unserem Campingplatz werden wir abgeholt und zum Hafen gefahren.

Der Weltreise Rucksack immer dabei 😉

Die kurze Fahrt dauert ca. 45 Minuten, da natürlich erstmal einige andere Gäste vom Hotel abgeholt werden (wir waren leider mit die Ersten die eingestiegen sind). Am Hafen müssen wir erstmal unser Ticket bezahlen (seltsames System) und dann geht es auf die Fähre, die ca. 40 Minuten bis nach Fraser Island benötigt. Wenn man ehrlich ist, nicht sehr spektakulär aber wenn du Glück hast kannst du hier auch Delfine sehen… Wir hatten natürlich kein Glück.

Die kleine Fähre bringt die Tagesgäste und Selbstfahrer nach Fraser Island

Auf Fraser Island angekommen geht es in die riesigen 4×4 Busse, mit denen wir über die Insel fahren. Unser Fahrer für den Tag ist Shawn, er ist gleichzeitig auch unser Guide für den Tag. Ein charmanter Australier, der wie typisch für die Australier gerne redet.

Erste Stopp auf Fraser: Regenwald

Los geht die Fahrt, Richtung Regenwald dem ersten Stop auf der Tour. Der Regenwald wächst auf Sand, beeindruckend. Hier hält unser riesiges Gefährt das erste Mal und wir machen einen kurzen Spaziergang durch den Wald.

Große Bäume und viel grün und das auf einer Sandinsel

Die Straßen haben es sich in sich, wirklich richtig tiefer Sand, für unser Fahrzeug kein Problem, aber mehrfach an diesem Tag müssen wir warten, da die kleinere Jeeps sich festgefahren haben. Also wie gesagt, man sollte schon einige Fahrpraxis mitbringen, um nicht auch in diese Misere zu geraten. Die Straßen auf Fraser Island sind Einbandstraßen, ohne Platz zum Überholen. Es heißt also aussteigen und helfen oder warten, bis das Fahrzeug wieder frei lieht. Unser Fahrer ist von der gemütlichen Sorte und entscheidet sich jedes Mal für abwarten.

Lake McKenzie

Der nächste Halt nach der kleinen Wanderung durch den Regenwald ist Lake McKenzie. Der wohl bekannteste und beliebteste Süßwassersee der Insel:  weißer Sand und blaues Wasser. Und tatsächlich es bietet sich uns ein idyllischer Anblick.  Erstmal rein ins Wasser, das Wasser ist schön kalt und eine willkommene Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen. Hier verbringen wir eine Stunde und genießen die unberührte Natur- natürlich mit einigen anderen Touristen.

Essen solltest du nicht mit zum See nehmen. Um die wilden Dingos nicht an die Menschen zu gewöhnen herrscht hier Essensverbot.

Ein klassisches Fotomotiv am Lake McKenzie

 

Zum Mittagessen nach Eurong

Nach diesem Stop geht es auch schon zum Mittagessen. Da es auf der Insel nicht viel gibt, halten wir bei einem der wenigen Resorts auf der Insel. Auf den ersten Blick alles etwas in die Jahre gekommen. Aber wir wollen hier ja nicht nächtigen, sondern nur Mittagessen (im Ausflugspreis inbegriffen). Nicht nur unser Bus hält hier, sondern auch alle anderen Fahrzeuge… Der Speisesaal gleicht einer Kantine, aber das Essen ist wirklich richtig gut und so schlagen wir und den Bauch voll. Das Resort liegt in Eurong, einem der wenigen Orte auf der Insel.

Strandfahrt zum Schiffswrack der S.S. Maheno

Nach einer 45-minütigen Mittagspause geht es auch schon weiter zum bekannten und beliebtem Highway der Insel, bekannt auch als „75 Mile Beach“. Die 120km lange „Straße“ ist eigentlich keine Straße, sondern der Strand. Hier darf bis 80km/h Gas gegeben werden, nebenbei das wilde Meer, welches immer wieder Wellen auf den Strand spült. Hier einmal selber lang heizen, das wäre schön… Nach ca. 25 Minuten erreichen wir das 1935 gestrandete Schiff des Luxusliner S.S. Maheno.

Das Wrack des ehemaligen Luxusliniers S.S. Maheno

Anschließen geht es noch 10km weiter zur einer aus unserer Sicht unspektakulären Felsformation, The Pinnacles…

Rundflug oder Baden?

Auf dem Rückweg (immer auf dem Strand Highway entlang) halten wir an unserem letzten Stop des Tages, dem Eli Creek einem kleinen Süßwasserbach. Bevor wir aussteigen steigt erstmal ein junger Pilot zu uns in den Bus und verkauft einen Rundflug über die Insel. Sabrina fragt sich die ganze Zeit, ob der 18jährige Junge mit Zahnspange wohl auch das Flugzeug fliegt… Patrick findet es spannenden und für 80AUS$ (ca. 52€) ein erschwinglicher Spaß, gestartet und gelandet wird auf dem Strand. Aus Kostengründen darf nur einer von uns (Sabrina möchte eh nicht gerne) und Patrick wagt den Flug…

Die kleine Maschine startet und landet auf dem Strand

Schon spannend, wie die kleine Maschine auf dem Strand startet und auch wieder landet. Das Wetter heute ist hervorragend und so hat Patrick einen einmaligen Blick auf Fraser Island. Der Rundflug dauert ca. 15 Minuten, dafür sind die 52€ dann doch etwas überteuert, aber naja hinterher ist man immer schlauer.

 

Fraser Island von oben

Sabrina erkundet in der Zeit den letzten Stop. Über eine Holzbrücke kann man am Eli Creek entlanglaufen und dann am Ende in den kalten, aber klaren Fluß steigen und bis zur Mündung am Meer entlangspazieren. Eine ganz nette Angelegenheit, die noch dazu sehr kalt ist.

Zurück zum Festland

Dann geht’s auch schon zurück Richtung Fähranleger (Hafen wollen wir es mal nicht nennen), die Fahrt dauert ca. 1 Stunde. Wieder werden wir aufgehalten, weil sich jemand festgefahren hat. Dann geht’s 40 Minuten zurück mit der Fähre aufs Festland.

Der „Hafen“ auf Fraser Island

Im Bus zurück zum Campingplatz tauschen wir mit Fabian und Marlon (eines der deutschen Paare, die wir beim Mittagessen kennengelernt haben) noch Nummern aus, denn die beiden sind auch gerade auf Weltreise. Die Beiden kommen aus Frankfurt und sind ähnlich wie wir im September gestartet, allerdings anders herum: Amerika, Hawaai, Kambodscha, Vietnam hatten Sie schon hinter sich und Australien, Neuseeland und Fiji Inseln standen noch auf deren Reiseroute. Immer wieder spannend Gleichgesinnte zu treffen und zu Erfahren, wie die Ihre Reise erleben.

Unser Fazit zum Fraser Island Ausflug

Der Tag war ganz nett, aber für 240€ aus unserer Sicht nicht wirklich lohnenswert. Gerade wenn das Budget begrenzt ist, würden wir hier eher sparen und das Geld in eine Schnorchel Tour zum Great Barrier Reef und einen Ausflug zu den Withsunday Island investieren.

Fraser Island ist zwar hübsch, aber man sitzt doch die meiste Zeit des Tages im Bus oder Boot. Wer es sich zutraut und etwas mehr Budget zur Verfügung hat, dem würden wir dann empfehlen ein eigenes Auto zu mieten und auf einen der Campingplätze der Insel zu nächtigen. Man sollte allerdings gute Skills im 4×4 Fahren mitbringen und die Natur lieben. Die Campingplätze haben bis auf eine Toilette keine Sanitären Anlagen, dafür sollte aber der Sternenhimmel und die Einsamkeit entschädigen.

Tourenanbieter Fraser Island:

Fraser Explorer Tours ( 4×4 Bus)

Wir haben unseren Tagestrips mit Fraser Explorer Tours gemacht. Das Unternehmen bietet auch 2 Tagestouren an. Start ab Hervey Bay oder Airlie Beach. Das Alter der Teilnehmer ist gemischt. Der größte Anbieter dem z.B. auch die Fähre und ein Resort auf der Insel gehört. Hier geht’s zur Website.

CoolDingo Tours ( 4×4 Bus)

Cool Dingo Tours bietet ebenfalls Touren ab Hervey Bay oder Airlie Beach an. Das Unternehmen ist auf Gäste von 18 bis 35 Jahren ausgelegt und bietet hauptsächlich Mehrtagestouren an. Website

Nomads Fraserisland Tours (4×4 Jeep)

Fraser Island Tours mit dem Gelände Jeep. Für Gäste bis 35 oder Jünger ausgelegt. Touren ab 2 Tagen sind möglich. Übernachtet wird in Zelten. Mehr dazu auf der Website.

4×4 Selbstfahrer Fraser Island

Wir haben leider keine Autovermietung die wir euch empfehlen können da wir selbst eine geführte Tour gemacht haben, aber es gibt reichlich Autovermietungen vor Ort.

 

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